Palmström, etwas schon an Jahren, wird an einer Straßenbeuge und von einem Kraftfahrzeuge überfahren. »Wie war« (spricht er, sich erhebend und entschlossen weiterlebend) »möglich, wie dies Unglück, ja –: daß es überhaupt geschah? Ist die Staatskunst anzuklagenin Bezug auf Kraftfahrwagen?Gab die Polizeivorschrifthier dem Fahrer freie Trift? Oder war vielmehr verboten,hier Lebendige zu Totenumzuwandeln, – kurz und schlicht:Durfte hier der Kutscher nicht –?« Eingehüllt in feuchte Tücher,prüft er die Gesetzesbücherund ist alsobald im Klaren:Wagen durften dort nicht fahren! Und er kommt zu dem Ergebnis:Nur ein Traum war das Erlebnis.Weil, so schließt er messerscharf,nicht sein k a n n, was nicht sein d a r f. – Christian Morgenstern "Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf." Das passt hierzulande auch gut auf den Umgang mit schlechtem Wetter, das einfach niemand will. Regnet es, so grämen wir uns und schützen uns mit irgendeiner alten Jacke oder versuchen es
Blaues Gold. In Hollands entspannter Hauptstadt finden vom 17. bis zum 23. April die Amsterdam Denim Days statt. Bereits zum vierten Mal macht die Stadt eine Woche lang blau. Aber warum gerade Amsterdam? – Amsterdam ist das jeanskulturelle Zentrum Europas. Firmen wie Levi's oder Pepe Jeans haben vor rund 20 Jahren hier ihren Europasitz installiert und damit eine echte Gründungswelle losgetreten – Denham the Jeanmaker und Kings of Indigo mischen heute im internationalen Jeansmarkt mit. Und: Einer Umfrage zufolge, die di
Denim oben, Denim unten.
Die Bezeichnung „Ensign Blue“ aus der Pantone-Farbkarte trifft exakt den Blauton dieses Sakkos. Seefahrer kennen ihn unter anderem vom sogenannten „Blauen Peter“: Diese Flagge wird gesetzt, wenn ein Schiff innerhalb der nächsten 24 Stunden ausläuft – sicheres Zeichen für die Mannschaft beim Landgang, sich langsam aber sicher von ihren Bräuten oder Gläsern zu lösen und wieder an Bord zu kommen. Dieses typische Mittelblau steht aber nicht nur für eine spannungsgeladene Aufbruchsstimmung zu neuen Welten, neuen Schätzen od
Am Niederrhein werden gute Hosen gemacht. Doch solch eine Hose – optisch sehr nah an den Trainingshosen der 1960er – ist ungewöhnlich. Sie ist entstanden aus der Begegnung eines Athleten, der in seinem Heimatdorf die Jugend trainiert und selbst auf großen Wettkämpfen zuhause war. Ein Freigeist, der durch Zufall in ein Gespräch mit dem ansässigen Hosenkonfektionär verwickelt wird und anschließend mit ihm gemeinsam eine Hose "für immer" entwickelt. Eine, die so luftig ist wie seine Trainingshose und im Bun
Das britische Akronym MAMIL meint den Middle Aged Men in Lycra. Lautmalerisch umreißt es ein kleidungstechnisches Dilemma: dass sich sporttaugliche Kleidung häufig auf bunte und elastische Stoffe wie Lycra beschränken. Sich darin nach der Arbeit mit Freunden in der Bar treffen? Ausgeschlossen. Der modische Gegenentwurf zum Mann in Lycra: die Digital-Citizen-Jacke. Sportlich genug, um damit auf dem Fahrrad am Stadtverkehr vorbeizuradeln, unauffällig genug, um den Weg durch das verglaste Großraumbüro zum S
München, kurz nach Mitternacht. Bartender Klaus St. Rainer steht heute schon die siebte Stunde hinterm Tresen. Etwas finster schaut er ins Rührglas – das tut er immer, wenn er sich konzentriert. Er mixt, rührt, schüttelt, seiht. Es riecht nach ausgequetschter Zitrone, kurz steigt der Duft von Absinth an die Decke und in das Grundrauschen rauer Stimmen, die sich über den dunklen Holztischen seiner "Goldenen Bar" treffen, legt sich das Klopfen von ins Glas gestürzten Eiswürfeln. Klaus St. Rainer betreibt die Bar seit 2010, hat sich damit nach bedeutenden Stationen wie sieben Jahren in der legendären Münchner Schumann‘s Bar, einen Traum erfüllt. Zwischen Prunk und Patina serviert sein Team, das Rainer selbst als "schräg, gut ausgebildet und hochprofessionell mixend" bezeichnet, 60 Eigenkreationen mit so augenzwinkernden Namen wie "Gintelligence" oder "Klaus of Pain". Stilistisch bevorzugt mit Silberschmuck und Tattoos. So viel Persönlichkeit verträgt auch bei der Bar-Uniform eine klare H
Eine graue Jeans schon. Wenn Sie mit wenig Aufwand in diesem Sommer viel Wirkung auf Ihre Garderobe erzeugen wollen, dann raten wir dringend zu einer grauen Jeans, denn sie passt noch häufiger als eine Indigoblaue und erlaubt darüber hinaus auch sehr viele Kombinationen mit anderen Graunuancen oder mit Naturtönen. Das ist gerade modisch sehr angesagt. Vielleicht lassen Sie einfach mal alles Graue und Naturfarbene in Ihrem Kleiderschrank an Ihrem geistigen Auge vorbeiziehen und prüfen, welches Grau Ihnen noch fehlt oder
Der klassische graue Cardigan ist seit Jahrzehnten aus keiner gut sortierten Garderobe wegzudenken. Aber so unverändert, wie wir meinen, ist er gar nicht. Mal hat er einen kurzen V-Ausschnitt, mal einen tiefen, mal hat er Taschen und mal darf er die gerade nicht haben, um zeitgemäß zu sein. Mal ist er silbriggrau, mal eher schmutziggrau, mal dunkel, mal hell, mal meliert, mal uni. Trotzdem ist er nicht kurzlebig – die richtige Form und Farbe gewählt und Sie können ihn locker ein paar Jahre tragen und sich dann wieder a

Ein Vogel fliegt, ein Segelflugzeug gleitet. Um das zu können (und nicht zu fallen), muss es sehr leicht sein und die Sonne muss scheinen. Segelfliegerhosen sind heute aus Hightech, aber als Hommage an diesen anmutigen Sport haben wir die perfekte Sommerhose so benannt. Sie ist aus leichtem Baumwolltwill (gerade mal 330g/qm), ausreichend dicht und fest gewebt mit fast papierenem Griff – speziell ohne Rascheln konzipiert. Und: Wenn Sie sie tragen

Unter dem Dach des Liberty-Kaufhauses in der Great Marlborough Street in London werden die Muster der Liberty-Stoffe von über 100 Jahren aufbewahrt. Sie füllen in dicken Büchern deckenhohe Regale – wir wissen das ganz genau, denn wir durften dort mal ausgiebig stöbern. Aus den schönsten werden noch heute Blusen und Hemden genäht. Einige der berühmtesten kennen Sie vielleicht, es sind Muster wie Ianthe von 1900, Glenjade von 1930 und Poppy and Daisy von 1979 – um nur eine Minimalauswahl zu nennen. Und so
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