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Gegensätze ziehen an.

Ein Griff und alles sitzt: Wenn Christiane bei Mey & Edlich ein Hemd vom Bügel nimmt, dann wissen wir: Das passt. Von der Stange ist bei ihr nichts, weil sie immer das Besondere findet. Und wenn es nicht besonders genug ist, dann schafft sie es im kreativen Austausch mit dem Weber selbst. So wie das Volldampf-Leinenflanellhemd, in dem scheinbar Unvereinbares miteinander verwoben ist. Die Zusammenkunft von kühlendem Leinen mit wärmendem Flanell führt zu kreativer Spannung, die eine neue Qualität hervorbringt. Im Interview haben wir Christiane nach dem Antrieb hinter dieser Kreation gefragt.

Liebe Christiane, als Expertin für Hemden bei Mey & Edlich: Was macht das perfekte Hemd aus?

Das eine Hemd für alle(s) gibt es aus meiner Sicht nicht. Das fängt ja schon beim Anlass an, will ich was fürs Business oder soll es lieber casual sein? Wichtig sind aber eine bequeme Passform und ein hochwertiger Stoff aus Naturfasern, genauso wie brillante Farben. Ist das nicht gegeben, sieht es billig aus. Ein gutes Hemd schenkt Bewegungsfreiheit. Es umschmeichelt den Körper und engt nicht ein. Zu groß ist aber auch nicht gut. Bei zu viel Spielraum wirkt es schnell „sackig“ und wirft unheimlich viele Falten. Das kleidet niemanden.

Kühlendes Leinen wird zu wärmendem Flanell – auf den ersten Blick erscheint das wie ein Widerspruch. Wie seid ihr darauf gekommen, einen Flanell aus Leinen zu weben?

Leinen ist einfach ein spannendes Material. Es hat eine viel bessere Ökobilanz als Baumwolle, weil es im Anbau deutlich weniger Wasser und Pestizide braucht. Zudem ist Leinen der älteste Stoff der Welt und von Natur aus antibakteriell und schmutzabweisend. Eben ein sehr interessantes Gewebe. In dem Zusammenhang hört man ja oft, dass Leinen kühlt. Das stimmt so aber nicht: Das Gewebe ist temperaturausgleichend, wärmt also auch, wenn es kalt ist. Aber es hat einen relativ körnigen Griff, den man jetzt so nicht unbedingt mit einem Kleidungsstück für die kältere Jahreszeit zusammenbringt. Das wollten wir ändern und haben deshalb einen flauschigen Flanell daraus gewebt.

Was muss man beachten, wenn man aus Leinen Flanell webt, und was macht den Stoff so besonders?

Für die Verarbeitung von Leinen benötigt man mehr Zeit als zum Beispiel für die Verarbeitung von Baumwolle, weil er sich schwerer verspinnen und verweben lässt. Die Naturfasern des Leinens sind einfach fester und „störrischer“, wenn man sie zu einem schönen, weichen Stoff verarbeiten möchte. Das macht die Verarbeitung aufwendiger und das Material somit teurer.

In welcher Jahreszeit trägt sich das Leinenflanellhemd am angenehmsten und welche Stücke kombiniert man dazu?

Das Schöne am Leinenflanell ist, dass man ihn durchgehend tragen kann. Da er wie gesagt temperaturausgleichend wirkt, kühlt er im Sommer und wärmt im Winter. Die edlen Knitter des Leinens gibt es deshalb jetzt das ganze Jahr.

Das Hemd ist in Zusammenarbeit mit dem italienischen Traditionsweber Albini 1876 entstanden. Kannst du uns ein paar Worte zu dieser Weberei sagen?

Albini 1876 ist eine der größten und ältesten Webereien Europas und eben eine Top-Adresse für tolle Stoffe. Wir arbeiten ja generell sehr gern mit italienischen Webern zusammen, da sie einfach eine andere Art des Designs und eine besondere Schönheit der Farben haben.

Liebe Christiane, vielen Dank für die interessanten Einblicke in die Entstehung des Volldampf-Leinenflanellhemdes!

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