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Von einem, der bei seinen Leisten blieb: Christoph Renner von Franz Gustav im Interview.

Wenn sich die Liebe zum Schuh über 300 Jahre zurückverfolgen lässt, ist sie nicht nur Teil der Geschichte – sie wird Teil der Identität. Die Ausdauer, mit der Christoph Renners Familie Schuhe herstellt, ist beachtlich: Seit acht Generationen dreht sich dort alles um Schuhe. Von Kindesbeinen an lernt Christoph, was einen guten Schuh ausmacht. Kein Wunder, dass er sich heute selbst als „schuhverrückt“ bezeichnet. Für Franz Gustav schafft Christoph Schuhwerk, wie es heute nur noch selten zu finden ist. Dem handwerklichen Anspruch verpflichtet, bewusst gefertigt und zeitlos designt. Bei einem Besuch in Christoph Renners Werkstatt kam uns die Idee für eine gemeinsame Schuhkreation. Gesagt, getan, besohlt. Im Interview sprachen wir mit ihm über seine große Leidenschaft.

Lieber Herr Renner, wer sind eigentlich Franz und Gustav?

Der Franz, das war mein Urgroßvater. Und der Gustav war mein Ururgroßvater. Ich bin Schuhmacher in achter Generation. Und Franz und Gustav waren die Generationen vier und fünf.

Bei Ihnen gehört das Schuhwerk offensichtlich zur Familien-DNA. Heute sind Schuhe ebenfalls Ihre Leidenschaft – aber war das schon immer so?

Ja, im Prinzip ist man da reingewachsen. Ich bin in einem Schuh-Umfeld aufgewachsen und wir hatten damals ein kleines Schuhgeschäft auf dem Dorf mit der Schuhmacherei. Da hat man als Kind schon in der Werkstatt mitgeholfen, später dann im Laden. Ja, also, es gab eigentlich nie etwas anderes.

Worauf kommt’s denn an, bei richtig gutem Schuhwerk?

Das ist ja immer eine Frage des Einsatzzweckes. Also ich glaube, den „besten Schuh für alles“ gibt es nicht. Wichtig ist in meinen Augen, dass ein Schuh ordentlich verarbeitet, langlebig gemacht und reparierbar ist. Und bei der Innenausstattung ist es mir immer ganz wichtig, dass es angenehm für den Fuß ist. Sprich: dass keine Synthetiksohlen drin sind, sondern offenporiges Leder verwendet wird.

Sie bezeichnen sich selbst als „schuhverrückt“. Wie äußert sich das?

Zuerst mal in einem großen Schuhschrank mit rund 80 Paaren. Und ich denke sehr viel in Schuhen. Es kann sein, dass ich morgens aufwache und eine neue Idee für einen Schuh habe. Und dann muss das direkt umgesetzt werden.

Wenn Mey & Edlich ein Schuh wäre, welcher wäre es dann und wieso?

Ein Mey & Edlich-Schuh? Das wäre wahrscheinlich ein ziemlich lässiger Klassiker, der einigermaßen solide durch die Gegend läuft und trotzdem nicht altbacken aussieht.

Herzlichen Dank fürs Gespräch, Herr Renner.

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