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Auf leisen Sohlen.

Kaum ein anderes Schuhmodell hat eine derart große Fan-Gemeinde wie der Sneaker. Seine Geschichte beginnt mit den Vor-Vor-Vor-Läufern des heutigen Sportschuhs, den Plimsolls. 200 Jahre ist das her. Werden einzelne Modelle in limitierter Auflage im originalverpackten Zustand ikonografisch verehrt und für vierstellige Beträge gehandelt, so waren die Anfänge der Sneaker eher bescheiden – wir schätzen die Bodenständigkeit bis heute.

Die ersten Sneaker tauchen bereits im England der 1830er Jahre auf. Dort klebt man das erste Mal ein Obermaterial aus Segeltuch auf eine Gummisohle und entwickelt so den ursprünglichen Strand-Schuh für die viktorianische Mittelschicht – damals bekannt als „Plimsolls“. Im Laufe des 19. Jahrhunderts kommen die Plimsolls an die Füße der Breitensportler – sie kämpfen um Spiel, Satz und Sieg, springen Rekorde und halten Skipper an Board. Der Turnschuh ist erfunden. „Sneaker“ nennt ihn da noch keiner. Erst ein Jahrhundert später stellt ein amerikanischer Werber die „Geräuschlosigkeit“ im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Lederschuhen fest. International bekannt werden die Leisetreter während der Olympischen Spiele 1936. Leichtathletik-Star Jessie Owens holt in den Schuhen einer deutschen Turnschuhmarke vier Goldmedaillen.

Quelle: Creative Commons

In den 1980er Jahren entdeckt die urbane Subkultur den Sneaker für sich. Rollbrettfahrer und Hip Hopper schätzen den hohen Komfort und die Bewegungsfreiheit der Sneaker. Basketballer bringen sie dann aufs Parkett und über die Fernsehbildschirme in die Wohnzimmer – an ihren Füßen werden die Schuhe zum visuellen Statement und der Sneaker zu einem der meist-produzierten Produkte der Welt.

Heute verlangen viele Sneaker-Fans ein gesamtheitliches Denken im Sinne der Umweltbilanz. Damit einhergehend: Der Aufstieg des nachhaltigen Sneakers. Den nächsten Schritt dahin macht das spanische Schuhlabel Natural World. Deren Natural Sneaker sind aus reiner Bio-Baumwolle gearbeitet, die Sohle ist aus Naturkautschuk. Sie wird unter hohem Druck und extremer Hitze zusammengebracht – ganz ohne Chemie.

Einen Schritt weiter geht Satorisan. Der Veggie-Sneaker Heisei ist aus aufbereiteter Baumwolle gefertigt Zusätzlich sind sie von Hand gefärbt, jedes Paar ist also individuell.

Klassischer ist hingegen der Sneaker HOOK von Hub Footwear/Den Haag. Huub van Boeckel beherrschte einst die Böden der Grand-Slam-Turniere, heute fertigt er Sneaker, die Anleihen an den Sport nehmen: Auf der Sohle finden sich Tennisnetz und geschwungener Ballwechsel wieder. Die seitlichen Zahlen erinnern an die Anfänge des Sports mit entsprechender Court-Einteilung. Klassisches Sneakerdesign in komplett Weiß.

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Vom Ur-Vater des Schuhwerks bis hin zum nachhaltigen Modell von heute – eins haben alle gemeinsam: Ohne die passende Hose fehlt der finale Touch. Dabei sind den Kombinationen wenig Grenzen gesetzt: Gekrempelt ist die Chino am schönsten und für die (Vor-)Freude auf den Sommer gibt es die Shorts. Der Klassiker bleibt die Jeans – etwas progressiver, aber einfach gut: der Sneaker zum Anzug.

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