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Familienbetrieb aus Leidenschaft: Dileks Büdchen.

Inmitten des Düsseldorfer Gewerbeparks Areal Böhler hat Dilek Eken ihren Kindheitstraum verwirklicht, ihr eigenes Büdchen. Wir haben sie in ihrem Schmuckstück auf der Hansaallee besucht – sicherlich nicht zum letzten Mal.

Dileks Büdchen im Düsseldorfer Gewerbepark Areal Böhler.

Dilek, umgeben von Denkmalschutz und Industriegeschichte liegt dein Büdchen, mitten im Rheinland. Aber was macht ein echtes Büdchen in Rhein-Ruhr aus?

Wir sind fünf Geschwister. Und wir waren jeden Tag am Kiosk. Herr Agert, unser Kioskbesitzer, lebt heute noch, und ich habe immer noch Kontakt zu ihm. Dieses Kiosk-Gefühl von Verbundenheit und Heimat möchte ich auch bei uns etablieren. Mein Büdchen ist sehr familiär. Wenn man hier hinkommt, soll man seinen inneren Frieden haben, sich wohlfühlen.

Wir haben das Büdchen vor einem halben Jahr eröffnet. Für mich fühlt es sich an, als wären wir schon seit 30 Jahren hier. So gut wurde es angenommen. Unsere Kunden wussten vom ersten Tag an, was sie bei uns bekommen und was sie von uns erwarten dürfen. Da fragte keiner „Kann ich mal gucken?“ Sie wussten genau, wo was steht, als wäre es nie anders gewesen. Dieser Moment war sowas von überwältigend. Es ist ja immer ungewiss. Kommen die Leute? Fühlen sie sich wohl? In unserem Fall war das Vertrauen direkt von Anfang an da, es ist einfach unbeschreiblich. Wir haben alles richtig gemacht.

Mit Herz dabei: Inhaberin Dilek Eken.

Neben dem Büdchen gehört dir ein Unternehmen, das Sicherheitsdienstleistungen anbietet – ist das Büdchen ein Wunschtraum, Ausgleich oder einfach die kulinarische Sicherheit der Umgebung?

Passt irgendwie nicht, oder? Es war kein leichter Weg, das muss ich sagen – so schön es heute ist. Aber ich bin immer positiv geblieben – ich glaube, selbst nach dem größten Unglück würde ich mit einem Lächeln im Gesicht dastehen und sagen „okay, wer weiß, für was das gut war“.

Ursprünglich habe ich Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk gelernt. Auf die Idee mit der Sicherheitsfirma kam mein Mann. Er hat Steuerfachangestellter gelernt und nebenbei immer mal „an der Tür“ gearbeitet, wie man so schön sagt. Er brauchte etwas Abwechslung zum Büro. Ja, und so hat sich das dann ergeben. Irgendwann kam er nach Hause und meinte. „Ich hab‘ da eine Idee, und ich denke, das könnten wir schaffen.“ Ich sagte nur: „Oh gut, was muss ich tun?“ Wir haben dann an Schulungen teilgenommen, Prüfungen absolviert und alle Kriterien erfüllt, die man erfüllen muss, um überhaupt ein Sicherheitsgewerbe eröffnen zu dürfen. Und dann kam das Büdchen – mein Kindheitstraum. Unsere MitarbeiterInnen fragten natürlich, warum. Ich erwiderte darauf nur: „Ist doch schön, so kriegst du jetzt deine Brötchen.“

Deinen Mann und deine Schwester haben wir auch schon kennengelernt, sie arbeiten auch hier. Über der Tür prangt „Dileks Büdchen“ – aber wer ist denn hier der Boss?

Wir sind hier zu dritt: mein, Mann, meine Schwester und ich. Doch ob verwandt, verheiratet, was auch immer: Die Menschen die in meinem Büdchen stehen, sind für mich Familie. Ich mache da keinen Unterschied, niemand steht über dem anderen. Wir machen den gleichen Job, und das handhabe ich auch bei der Security Firma so. Es war immer mein Wunsch, dass auch im Berufsleben eine familiäre Atmosphäre herrscht. Dass MitarbeiterInnen sorgenfrei zur Arbeit kommen und keine Bauchschmerzen wegen des Chefs oder der Chefin haben müssen. Alle sollen sich wohlfühlen und ihre Arbeit gerne machen. Darauf habe ich immer viel Wert gelegt, und das hat sich bewährt. Mit Liebe und Respekt kann man viel schaffen.

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