KUNST AUS'M KIEZ ZU GEWINNEN.

Exklusiv für die Freunde von Mey & Edlich hat Hülpman seinen Prenzlauer Berg, dem er bis auf zwei "Hamburger Exiljahre" stets die Treue hielt, auf Leinwand gebracht. Auf 80 x 100 cm zitiert er die großen Gegensätze im Kiez: Hier der Späti mit seinen Spirituosen, dort der Bio-Supermarkt mit seinen Vitaminen. Der bebrillte, rauchende Schriftsteller vertieft in die Lektüre steht im Kontrast zur Latte Macchiato-schlürfenden, extrovertierten Mutter mit Retro-Kinderwagen. Auf der einen Seite die Frau, die unter freiem Himmel Biofood in einem Wok brutzelt, auf der anderen Seite der Großinvestor im Anzug, der die Kiezkultur verschlingt. Immer in Sichtweite: der Fernsehturm. Immer in Hörweite: die U2, die auf ihrem Weg von Pankow nach Ruhleben, einmal quer den Prenzlberg durchrollt.

 

IHNEN GEFÄLLT DAS BILD?

Dann schreiben Sie uns, was Sie mit Berlin (oder gar mit dem Prenzlauer Berg) verbinden und warum ausgerechnet Sie diesen Hülpman bei sich aufhängen möchten. Der überzeugendste Beitrag gewinnt das Bild. Einsendeschluss ist der 29. Juli 2018, 23:59 Uhr an kunst@mey-edlich.de.

Der Gewinner wird per E-Mail von uns benachrichtigt. Die von Ihnen erhobenen persönlichen Daten werden ausschließlich zum Zwecke dieses Gewinnspiels verwendet und nach Beendigung des Gewinnspiels umgehend gelöscht.

zum Making-of

MEHR ZU HÜLPMAN.

Hülpman wurde in Mitte geboren, als die Mauer die Stadt und das ganze Land noch teilte. Er wuchs in Prenzlauer Berg auf, da ist sein Kiez das zu Hause für die Punkszene und ein Biotop der künstlerischen und literarischen Boheme. Nach der Wende – und lange bevor das Feuilleton den Prenzlberg verreißt – zieht Hülpman mit seinen Jungs durch die Straßen. Die Halbstarken nennen sich "Kolle Gang", nach ihrem zentralen Treff am Kollwitzplatz. Wenn er im breiten Berlinerisch von den Anfängen erzählt, grinst der Künstler, Grafiker und Illustrator übers ganze Gesicht. Nicht nur einmal seien sie für ihre Farbschmierereien an Häuserwänden und auf Straßenbahnen belangt worden. Vereinzelt sind die Graffitis jener Tage noch heute in Hinterhöfen zu sehen. Aber sowohl die Adressen als auch seine frühen Tags verschweigt er – reiner Selbstschutz.

Heute ist Hülpman ausschließlich legal unterwegs, hat seinen Stil längst professionalisiert, bereits mehrere Street Art-Wettbewerbe gewonnen (z.B. die Secret Wars Round 28! in Hamburg vergangenes Jahr) und international in Galerien ausgestellt (u.a. in Tel Aviv und Neuseeland). In Berlin war er dieses Jahr Teil der gefeierten Wandelism-Ausstellung und ist aktuell in der Millerntor Gallery in Hamburg zu sehen. Die Sprühdose tauscht Hülpman immer häufiger gegen breite Acrylmarker und arbeitet dabei mit fetten Outlines, wie sie typisch sind für Graffitis. Die collageähnlichen Leinwände erzählen oft mehr als sie zeigen. Sein Vorgehen erinnert uns stark an Keith Haring (zeichnet Freihand ohne Skizze) und sein Stil ähnelt der Unbekümmertheit eines Jean-Michel Basquiat.

Mögen die Gegensätze im Bild extrem sein, unvereinbar sind sie nicht. Und genau das ist es, was auch Hülpman an seinem Kiez schätzt: "Hier in P`Berg hat jeder seinen Platz." Er komme immer wieder gerne mit seinen alten "Atzen" zusammen, wie er seine Freunde von früher nennt. "Wir treffen uns dann aufn Möllchen (Anm. d. Red.: Flasche Bier) am Wasserturm oder zum Feiern inna Kulte (Anm. d. Red.: Kulturbrauerei)." Man bliebe seinem Kiez schon treu "auf jewisse Weise, och wenn allet natürlich ein wenig die Unbeschwertheit der alten Tage verloren hat", so Hülpmann. "Aber dit is halt der Lauf der Dinge", sagt er grinsend und gesteht, dass er sich selbst ja schließlich genauso verändern würde.

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