Auf kluge Weise anders.

    by meyundedlich

    Seit Generationen schätzen britische Moorhuhnjäger und Windhundrennenbesucher Tweed als einen ihrer kostbarsten Jackenstoffe. Obwohl er sich immer ein wenig rau – wir kennen jemanden, der vergleicht die Haptik mit der einer Teppichfliese – anfühlt. Doch die Briten wissen, dass eine solche Jacke wahnsinnig robust ist und kaum Wind oder Feuchtigkeit durchlässt. Nicht umsonst wird Tweed als Vorläufer unserer heutigen Hightech-Membranen und hochwertigen Fleecejacken angesehen. Und so tauchen die gemäßigten Varianten in London oder Edinburgh auf – in Form eines Anzuges und damit Kennzeichen des Gelehrten, nonkonformistischen Kreativen oder der Gilde der Freiberufler. Inzwischen gibt es auch Tweed aus Italien – natürlich angenehm weich und weniger steif… Wenn Sie jetzt Lust auf einen solchen Anzug bekommen haben, geben Sie Ihrem Impuls nach. Sie werden ihn nicht täglich, aber häufiger tragen als Sie denken. Einfach gut angezogen.

    Privatier-Outfit.

    by meyundedlich

    Solch erlesenes Tuch, wie für dieses Hemd verwendet wurde, nennt der Weber Privatier. Weil es unaufdringlich ist und derart fein, dass es sich unter einer feinen Tuchhose nicht abzeichnet. In Europa wird es aus feinfädigen Baumwollgarnen – wie sie sonst nur teuerste Hemden ab 200 € aufwärts in sich tragen – mit edlem Kaschmir verzwirnt. Verwoben in zwei Karos (das eine zartgrau, das andere taupe-weiß und elffach gestreift), die an Knopfleiste und Brusttasche millimetergenau aufeinanderpassen – eine Herausforderung, die nur die besten Schneider beherrschen. Kombiniert zu Weste und Sakko aus italienischem Techno-Tweed und heller Five Pocket. Einfach gut anzogen.

    Mit Tweedmantel und lässiger Jeans.

    by meyundedlich

    Seit 150 Jahren webt Magee in Donegal einen der besten, teuersten und hochwertigsten Tweedstoffe der Welt: den irischen Donegal-Tweed. Er steht für Tradition, Qualität, Authentizität, Handwerklichkeit. Und für Nachhaltigkeit. Denn nichts ist so nachhaltig wie Dinge, die qualitativ und stilistisch nahezu ewig halten – weswegen Magee 1866 immer mehr in internationalen Designerkollektionen Beachtung findet. Der Tweed-Mantel an sich gilt aufgrund seiner derben Optik als unkonventionell – schließlich war er einst Wetterschutz. Heute kleidet er Individualisten: Hier mit minimal bedrucktem Hemd, einer Weste aus schwerem Winterleinen und einer Tapered Fit-Jeans in perfekter Waschung. Einfach gut angezogen.

    Ersetzt Hemd und Krawatte.

    by meyundedlich

    Seine schlichte Form, seine hochwertige Verarbeitung und seine solide Farbe machen den Rolli so zeitlos. Korrekt genug, um unterm Sakko das Hemd zu ersetzen und fein genug verarbeitet, um die edle, zweifach gezwirnte Merinowolle auf nackter Haut zu tragen. Der weiche Kragen wird modisch einmal umgeschlagen und harmoniert perfekt mit dem Tweed-Sakko, dessen Stoff schön, zugleich kernig und robust ist. Ihm sind 10 % Seide beigemischt – das spüren Sie. Und dadurch wird der Stoff nicht nur gefällig, sondern angenehm weich, ein kleiner Schuss Elasthan sorgt schließlich für etwas mehr Spiel in der Bewegung. Diese Kombination aus Rolli und Sakko umgeht auf charmante Art die Frage, welches Hemd nun zum Sakko und zu welcher Krawatte passt. Das ausgewogene Farbspiel des Sakkos aus unregelmäßigen braunen und schwarzen Tweedgarnen passt perfekt zum dreifarbig gewebten "Prince of Wales Check" der Hosenträgerhose. Einfach gut angezogen.

    Gold.

    by meyundedlich

    Von Kalifornien bis zum Klondike wurden während des amerikanischen Goldrauschs nicht nur tausende Flüsse und Bäche auf der Suche nach den begehrten Nuggets auf den Kopf gestellt, sondern ganze Städte. Denn wie beim "Colorado Gold Rush" kam es oft vor, dass die Goldsucher nachdem Ende des Rausches einfach blieben. Als wir vor einigen Jahren in Breckenridge nahe Aspen zum Skilaufen und im legendären "Golden Pan Saloon" zum Drink waren, trafen wir dort an der Bar noch wirklich auf einen Goldgräber, der seinen Traum vom Gold nicht aufgegeben hatte: Die Hoffnung hält sich in den Rockies etwas länger. Und der Kleidungsstil ebenso: Der Barkeeper trug nämlich stilecht Weste. Zugegeben etwas speckig und vom Leben gezeichnet. Kämen wir heute nochmal in den Golden Pan Saloon, wir würden ihn so staubig wie damals und den Barkeeper wieder in seiner Weste erwarten. In Wirklichkeit kann man sich die Bar jetzt online ansehen. Einfach gut angezogen.

    Nach oben
    ::
     

    Wir verwenden Cookies. Wenn Sie unsere Seite weiter besuchen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Einzelne über Cookies gewonnene Informationen führen wir mit sonstigen persönlichen Daten zusammen. Sollten Sie dies nicht wollen, klicken Sie hier.