Ihr Warenkorb
enthält 0 Artikel

    Sylter Suppen.

    Maurice Morell ist kein gelernter Koch. Er ist Autodidakt. Und er verkauft Suppen auf Sylt. „Premium auf Bordsteinkantenniveau“ will er anbieten. Mit Worten kann der frühere PR-Manager umgehen – genauso gut wie mit den regionalen Zutaten und seiner Küchenmaschine. Bon Appétit.
    ZU GAST BEI MAURICE.

    Um es vorwegzunehmen. Im März waren wir mit Maurice an seinem Stand in List auf dem Dünenhof verabredet. Daraus wurde nichts. Die Gründe im Pandemie-Jahr 2020 sind bekannt. Nachhaltig fasziniert von der Geschichte des Sylter Suppen-Machers haben wir uns auf Distanz ausgetauscht. Und tatsächlich reicht es schon, Maurice zuzuhören, um eine Vorstellung vom Geschmack seiner Kreationen zu bekommen.

    Bereits als Kind und Jugendlicher hat Maurice mit seiner Familie Urlaub auf der Insel gemacht. Seit über sieben Jahren ist Sylt sein zu Hause. Dazwischen liegen eine erfolgreiche Werbekarriere und das Nachbeben der geplatzten Dotcom-Blase, die seine Branche tief ins Mark trifft. Es kommt zur Zäsur in seinem Leben: „Ich war mit 40 plötzlich zu alt für die Werbung und zu jung, um nichts zu machen.“ Er folgt der Freude und dem Ruf der Insel. Stundenlanges Barfußlaufen durch den Sand. Maurice testet sich am Herd aus, probiert sich durch regionale Produkte und will seinen Genuss am guten Essen teilen. „Qualität für alle“, lautet sein Motto.

    Suppen haben es ihm angetan. Sie seien bodenständig, ehrlich und ein Genuss zu allen Jahreszeiten. Jetzt im Sommer empfiehlt Maurice seine Kartoffel-Möhre-Kokoscremesuppe. „Die schmeckt leicht süß, ein bisschen scharf, mit einem Tick Ingwer dran.“ Ein Geheimnis seiner Suppen wächst übrigens am Watt von Sylt: Queller und Strandportulak schneidet Maurice im Sommer frisch aus den Salzwiesen. Hinzu kommt auch mal eine Prise Rauchsalz, die vergessen lässt, dass es sich eigentlich um vegane Suppen handelt.

    Maurice ist nicht nur Gastronom, er ist Menschenfreund und genießt den Austausch mit seinen Gästen. Seine Suppen serviert er aus einem kleinen hellgrauen Holzanhänger, der stilistische Anklänge nimmt an einem historischen Badekarren. Goldfarbene Letter kündigen schon von Weitem die „Sylter Suppen“ an.

    Diese Stories könnten Ihnen auch gefallen


    :