Evolution des Unkonstruierten.

    Was Sie hier sehen, ist die Entwicklung vieler Jahre und begann unseres Wissens nach Ende der 1960er, als die ersten unkonstruiert gefertigten Sakkos noch als Affront gegen die militärisch wirkenden Sakko-Rüstungen galten – man nannte sie tatsächlich so, weil der natürliche Fall des Stoffes vor lauter Einlagen und Versteifungen gar nicht mehr zu erkennen war. Dieser Effekt war natürlich Teil des Plans und Generationen von Managern hielten sich auch daran, bis schließlich die künstlerische Avantgarde entgegensteuerte. Damals hieß "unkonstruiert" noch schlaff herunterhängend – doch der Stein war zumindest ins Rollen gebracht. Designer experimentierten, schneiderten direkt am menschlichen Körper, entwickelten skulptural (kennt man eigentlich nur von wenigen Schneidern der Haute Couture), wobei es darum ging, Stoff und Schnitt harmonisch zu vereinen und nicht jedem Stoff einen bestimmten Schnitt aufzuzwängen. Im Grunde fingen sie also mit jedem Stoff bei null an. Dass sich das lohnt, beweist das Pullover-Sakko. Einfach gut angezogen.

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