Männerschuhschrank.

    Ein beständiger Männerschuhschrank hält mindestens vier Paar richtig gute Schuhe bereit: Zwei bis drei Paar Halbschuhe für den Tag (wir empfehlen einen Budapester und einen Oxford) für klassisch-korrekte Outfits. Einen Boot für modern-korrekte Outfits. Und einen Abendschuh (der öfter passt als nur zum Smoking). Für alle Modelle gilt: Da sie modisch unbegrenzt haltbar sind, lohnt sich eine hohe Investition in Qualität.

    Einen echten Fullbrogue erkennen Sie an dem rundum gelochten Leder und der eingeschnittenen Schnürung, die immer eleganter wirkt als eine aufgesetzte. Historisch dienten die Löcher dazu, das Wasser aus den Schuhen der Schafhirten in den schlammigen Gebieten Schottlands und Irlands ungehindert abfließen zu lassen. Heute überzeugt der Fullbrogue 4.0 durch individuelles Design und seinen ausgefallenen Charakter. Das Lackleder ist aktuell sehr angesagt. Es stammt aus Italien, bleibt lange schön und glatt, ohne diese cellulitisartigen Tragefalten. Die Sohle (rahmengenäht) ist eine leichte Morflex® von Vibram®. Getragen wird der Schuh zu Hochwasserhosen, gern auch mit beigen, blauen oder gemusterten Socken.

    Modisch hat sich der "Mönch"-Schuh zuerst in Frankreich durchgesetzt (es heißt, das hätte er den drei Musketieren zu verdanken, die diesen Schuhtyp mit seiner charakteristischen Verschlussschnalle trugen). Den Doppia Fibbia, den Monk mit doppelter Verschlussschnalle, entdeckten schließlich die Italiener als erste für sich. Er gehört neben Wing Tip, Blucher und Oxford fest in die Büroetagen, wird heute aber überall gern getragen. Und wie... Zum schlanken Anzug, zur Jeans, zu extrakurzen Baumwoll-Chinos. Denn dann kommt der Schuh optimal zur Geltung. Das hochwertige Kalbleder adelt letztlich jedes Outfit. Damit Sie lange Freude an dem smarten Italiener haben, ist er zweifach rahmengenäht und so – bei guter Pflege – haltbar für viele Jahre.

    Überliefert ist nicht, woher die Bezeichnung 'Budapester' für diesen Schuhtyp stammt und wer sie zum ersten Mal verwendet hat. Vermutlich ist der Modellname auf den Ursprung des Schuhs in der ungarischen Metropole zurückzuführen, wo er seit Ende des 19. Jahrhunderts gefertigt wird. Der Marmor-Budapester ist aus sanft strukturiertem, grau gefärbtem Kalbleder gemacht (übrigens auch innen mit Kalbleder gefüttert, was dem Wohl der Füße entgegenkommt). Die dicke Profilsohle macht aus dem geschichtsträchtigen Klassiker eine stylische Neuentwicklung, die gut zu kurzen und schmalen Hosenbeinen und auch zu schlanken Anzügen passt.

    Der Desert Boot ist er der Modischste, aber genauso ernst zu nehmen wie die anderen. Er vereint einen modernen Look mit dem businesskorrekten. Sein höherer Schnitt passt gut zu schlanken Anzügen und schmalen Baumwollhosen und Jeans. Das bequeme Kalbleder ist sanft gebürstet, in einer Farbe, die das ganze Jahr lang passt. Die echte Ledersohle ist nach Blake-Machart durchgenäht, dadurch haltbar mit dem Oberleder verbunden und erleichtert Ihnen das Abrollen.

    Die Bezeichnung Blucher (gesprochen Blücher) geht auf den preußischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt zurück, der seine Soldaten mit diesem Schuhmodell –  damals noch als Stiefel – für den Siegeszug gegen Napoleon ausstatten ließ. Die international gebräuchliche Bezeichnung verweist also noch auf seine Ursprünge als robuster Armeestiefel. Er hat die bequemste Schnürung und ist deshalb der beliebteste Schuh bei hohem Spann. Mit seiner schlichten Eleganz ohne sichtbare Nahtführung ist er der einzig zugelassene Schuh – aus dem Privatschrank – zur Uniform.

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