Kunst in Berlin.

    Unsere Hauptstadt hat bekanntlich ihre Probleme mit Flughäfen, Theater-Intendanten und auch mit echten Kunstmessen. Aber wer braucht schon eine Kunstmesse, wenn es das Gallery Weekend gibt? Seit über 10 Jahren ist es der sichtbarste hauptstädtische Event zur Kunst, die man anschauen, erleben und zugleich kaufen kann. Am Freitag geht’s wieder los – dann können Kunstflaneure durch 50 teilnehmende Galerien schlendern. In der Potsdamer Straße, in Mitte oder im Areal rund um den Checkpoint Charlie treffen Sammler auf Kuratoren, auf Künstler, auf Museumsdirektoren. Einfach auf alle, die die Kunst mögen. Ein guter Grund mehr, Berlin mal wieder zu besuchen. Das gesamte Programm zum Gallery Weekend finden Sie hier und die fußfreundlichsten Schuhe dafür gibt’s hier.

    Neben den etablierten Spots empfehlen wir Ihnen dieses Jahr Wandelism in der Wilhelmsaue 32 (U-Bahnhof Blissestraße). Das Ausstellungsprojekt zur Zwischennutzung in einer alten KFZ-Werkstatt lief bereits im März als temporäre Installation und bekommt nach erfolgreicher Premiere nun einen neuen Anstrich. 100 Künstler machen hier den Wandel. In einer Stadt, die sich durch Abriss und Neubau gerade selbst überholt. Wandelism ist das Beispiel, wie Berlin sein könnte: überall Platz für Kreative, so die Macher des Projekts, ein Kollektiv lokaler Street Artists. Bei Wandelism kommen verschiedene urbane Stilrichtungen zusammen, vom Graffiti über Zeitgenössische Kunst bis hin zu Installation, Musik und Performance. Nicht kuratiert, sondern einfach freigelassen. "Hier gibt es einen wunderbaren Querschnitt der internationalen Berliner Street Art Szene zu entdecken", erzählt uns Hülpman, der gemeinsam mit Kompagnon David (@egosoup) gleich das ganze Treppenhaus zu seiner Leinwand macht – von der Decke bis zum Boden. Das riesige Graffiti heißt "City Funk 2", und es besitzt die Hülpman-typischen Bildelemente um kuriose Charaktere. Für ihn ist Wandelism in der Wilhelmsaue 32 ein Ort geworden, der den aktuellen Zustand seiner Stadt sehr gut präsentiert. Vorbeischauen lohnt sich also, bevor es zu spät ist. Denn nach dem Gallery Weekend am Sonntag, 29. April, wird das Gebäude endgültig abgerissen.

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