Kleiderschrank-Gefühle.

Es gibt Kleidungsstücke, zu denen bauen wir regelrecht eine emotionale Beziehung auf. Zu anderen nicht. Zum Beispiel sind wir enttäuscht, wenn es der neuen Lederjacke nicht gelingt, ein ähnliches Gefühl wie die alte heraufzubeschwören. Wir hängen an unserer abgewetzten, kaum noch tragbaren Jeans, trennen uns dafür aber unaufgeregt vom teuren Anzug, der eigentlich noch in Ordnung ist und in dem wir so manches durchgefochten haben. Warum das so ist? Subjektivismus. Denn es hat schon irgendwie damit zu tun, wie oft und vor allem wann wir das Teil getragen haben. Und manchmal auch damit, zu welchem Anlass wir es kauften, wie hoch das Invest war und wie besonders und einzigartig es mit der Zeit wurde. Aus Gesprächen mit Kunden und Freunden wissen wir, dass es nicht allen Kleidungsstücken vergönnt ist, so von uns geliebt zu werden. Und wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit bei Lederjacken und bei Jeans höher ist als beispielweise bei Anzügen, Sakkos und Socken. Was uns überraschte: Westen gehören auch dazu. Einfach gut angezogen.

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