Kiez-Kunst geht nach Bayern.

    WIR SAGEN: DANKE! Für jede einzelne der zahlreichen Einsendungen zu unserem Gewinnspiel "KUNST AUS’M KIEZ". Für all die spannenden, sehr persönlichen – hier und da – äußerst heiteren Anekdoten und Erinnerungen von Ihnen zum Prenzlauer Berg und rund um Berlin. Wir sind überwältigt von den Einsendungen, von den lebhaft erzählten Berichten über historische Ereignisse, Erlebnisse aus der Kindheit, Jugend- und Studienzeit, manchem Text in Reimform, anderen im breiten Berlinerisch, herzlichen Grüßen von augenblicklichen Besuchen im Kiez und von den Beschreibungen des besonderen Prenzlberger Flairs.

    Peter zum Beispiel schreibt uns: "Dieses Bild drückt genau das harmonische Zusammenleben mit einem Höchstmaß an Toleranz aus. Wäre doch überall Prenzlauer Berg!" Jens würdigt die gezeigte Vielfältigkeit in dem Hülpman-Bild mit: "Dit is Berlin, keene Frage…"

    Uns erreichten nicht nur E-Mails aus der Hauptstadt, sondern auch einige von Exil-Berlinern, die der Liebe, dem Job oder der Familie wegen die Stadt hinter sich lassen mussten und sich nun mit dem Bild ein Stück Berlin nach Sachsen, Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern holen wollten – entweder für sich oder als Geschenk für einen nahen Verwandten oder Freund. Am Ende ist uns die Auswahl alles andere als leicht gefallen. Andrés Geschichte, die mit der Kindheit während der 1980er Jahre in Berlin-Hellersdorf einsetzt, hat uns schließlich überzeugt.

    Er erzählt uns davon, wie er es als Jugendlicher genoss, mit der U-Bahn zum Alex zu fahren, um dort an der Weltzeituhr die Zeit zu verbringen. Später verliebt er sich Hals über Kopf in Franziska und gesteht ihr in der Turnhalle der Schule seine Liebe. Obwohl der junge André die Veränderung in der Gesellschaft spürt, kann er noch nicht verstehen, welche Bedeutung der Fall der Mauer wirklich haben wird, wie er berichtet. "Unser erster Besuch im Westen nahm mir den Atem, es roch wie in den Westpaketen unserer Verwandtschaft, es war hell und es gab alles zu kaufen, was man aus dem Westfernsehen kannte." Als seine Eltern kurz darauf das vereinte Berlin verlassen, findet auch die erste große Liebe ein schmerzhaftes Ende. In Bayern beginnt schließlich ein neuer Lebensabschnitt. André wird Lehrer und begleitet noch heute Zehntklässler auf ihrer Abschlussfahrt nach Berlin und vermittelt ihnen vor Ort die besondere Auf- und Umbruchsstimmung seiner Jugendzeit. Auch wenn die Liebe zu Franziska keine glückliche Fortsetzung fand, die Liebe zur Hauptstadt ist für ihn nie erloschen. Und deshalb bekommt André ein Stück Berlin für sein zu Hause in Bayern. Herzlichen Glückwunsch, André.

    Nach oben
    .
     

    Wir verwenden Cookies. Wenn Sie unsere Seite weiter besuchen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Einzelne über Cookies gewonnene Informationen führen wir mit sonstigen persönlichen Daten zusammen. Sollten Sie dies nicht wollen, klicken Sie hier.