Kalt geräuchert. Vierfach filtriert.

    Derber Rauch trifft schüchternen Wodka. In der Flasche des Edelholzvodkas von Smokecraft vereinen sich die Extreme. Und bereits die erste Nase nach dem Öffnen der Flasche ist eine Ansage an die Sinne. Hier verbreiten sich weniger die von manchen Spirituosen vertrauten Gerüche aus Getreiden mit malzigem Torfrauch. Nein, hier steigt einem der intensive Rauch verbrannten, etwas feuchten Holzes in die Nase. Für Liebhaber charakterstarker Spirituosen eine echte Entdeckung.

    Dahinter steckt hochzuschätzende Handarbeit – das gefällt uns. Robert Köcke hat den Smokecraft Edelholzvodka in seiner Manufaktur in Neukölln entwickelt. Zwei Jahre experimentiert der vollbärtige Berliner mit Holz und Feuer, bis das optimale Verfahren für seinen besonderen Tropfen steht. Auf der Zutatenliste: Halbliterflaschen, Buchenrauch und milder Wodka. Dazu viel Geduld und der Verzicht auf künstliche Aromen.

    Edelholzvodka-Macher Robert Köcke.
    Edelholzvodka-Macher Robert Köcke.

    Auf die Idee für seinen Edelholzvodka kommt Köcke, ein leidenschaftlicher Hobbykoch, im Anschluss an den Besuch eines Smokerseminars. "Ich wollte wissen, wie trockenes Holz riecht, wenn es zerbricht und ob sich die ätherischen Öle und Harze auf Glas räuchern und in ein Destillat transportieren lassen." Wie er genau verfährt, verrät Köcke nicht. "Betriebsgeheimnis." Nur so viel: Alles beginnt mit dem mehrstündigen, kalten Räuchern leerer Flaschen über dem Glutbett ausgewählter Buchenholzsorten. Der feinste, aus Sommerweizen gewonnene Wodka einer norddeutschen Brennerei wird in die Flaschen gefüllt, die rotierend in einem dunklen und warmen Lagerhaus die ätherischen Öle aus der Räucherung an den Wodka abgeben. Nach einer Woche folgt die vierfache Filtration durch Baumwolle, Hanf und Zellulose. Mit einem Alkoholvolumen von 40 Prozent und ohne die Zugabe von Farbstoff erfolgt die Flaschenabfüllung des Destillats. Alles reine Handarbeit.

    An den ungekühlten Purgenuss des bernsteinfarbenen Wodkas muss man sich herantasten. Wuchtig rollt der Rauch in den Mund – und bleibt dominant. Der Mix mit Tonic Water auf Eis macht ihn deutlich geschmeidiger. Und was bevorzugt Köcke? "Am liebsten trinke ich ihn als klassischen Sour mit Rosmarinsirup oder Dattelsirup." Auch möglich: Als Cocktailergänzung wird beispielsweise ein Wodka Martini zum rauchig-süßsäuerlichen Abenteuer. Dass sich der Wodka auch für die Gastronomie eignet, bewies erst kürzlich Rockstar-Köchin Marlene Berger, als sie ihn für eine Bratensauce zum geschmorten Duroc Bäckchen einsetzt. Erhältlich ist der Edelholzvodka direkt bei Smokecraft (neben Buchenholz auch mit Kirschholz, Erle oder Hickory geräuchert). Cheers.

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