Unser Ernst.

    Vor bald 150 Jahren gründete Ernst Mey mit seinem Kompagnon Mey & Edlich und baute das Unternehmen zu beachtlicher Größe aus. Für uns ist er jedoch vielmehr als nur ein Gründer. Seine Büste aus Ehrfurcht gebietender Bronze steht im Flur: visionärer Blick, gütiges Lächeln (ob er dies alles auch wirklich war, können wir nur vermuten – aber immerhin spendete er für Arme und unterstützte, ungewöhnlich zu seiner Zeit, den Bau dessen, was man heute ein Frauenhaus nennen würde). Und manchmal blicken wir in seine alten Kataloge, denn Ernst begründete vor über einhundert Jahren den Versandhandel in Deutschland. Meist überkommt uns dann ein Anfall von
    Nostalgie, wir blättern und lesen und bewundern, wie fortschrittlich Marketing im 19. Jahrhundert war. Und was man alles kaufen konnte! Was teurer (z. B. Taschenuhren) und was günstiger geworden ist (z. B. Socken). Was von der Bildfläche verschwand (z. B. Gamaschen und Schlafröcke) und welche Vielfalt Mode damals hatte. Denken Sie nur mal an die Varianten von "Unaussprechlichen" oder das schlichte Vorhandensein von Smokingjacken, die nur dazu dienten, in Ruhe unter Männern eine zu rauchen. Doch wir schweifen ab. Unsere letzte Entdeckung war ein Foto von Ernst Mey in dieser Weste, stilecht mit Taschenuhr. Wir machten es uns zum Auftrag, sie wiederaufleben zu lassen. Vermutlich trug unser Ernst seinerzeit eine Weste aus leichtem Wolltuch. Das war uns für die Neuauflage jedoch zu bockig, sodass wir uns für einen Moleskin aus Baumwolle entschieden. Damit die Weste auch ohne Sakko oder Gehrock gut aussieht, ist sie mit stoffgleichem Rücken gearbeitet. Das Futter ist mit einer Original Mey & Edlich-Werbeanzeige für Anzüge und Mäntel vergangener Zeiten bedruckt. Einfach gut angezogen.

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