Der Anzug für böse Jungs.

In vielen Situationen hilft der Dresscode, in Sachen Kleiderfrage nichts falsch zu machen. Ein guter Look ist aber mehr. Er gibt immer ein bisschen Persönlichkeit preis, sagt, woher ich komme, wohin ich gehe und was mir wichtig ist. Die Hose mit Weste ist eine andere Form des Anzugs und hat mit den Dresscode-Regeln, denen dieser unterliegt, nur wenig gemein. Deshalb kann er den klassischen Anzug nicht ersetzen – doch wesentlich ergänzen.

Die Wirkung von Hose mit Weste ist immer lässig. Denn die Kombination suggeriert: "Hier siehst du eigentlich einen dreiteiligen Anzug, bei dem das Sakko abgelegt worden ist. Das heißt: Du bist auf einem guten Fest zu später Stunde, die Fernsehkameras sind abgeschaltet, die Gäste feiern ausgelassen und es ist ziemlich heiß." Oder: "Hey, dies war bis vorhin noch ein dreiteiliger Anzug und dann mussten wir eben die Ärmel hochkrempeln und das Sakko war im Weg – hier geht es wohl gerade rund, wie gut, dass keiner zusieht."

Für angepasste Männer, die sich gern an die Kleiderordnung halten, ist das sicherlich nichts. Deshalb nannten wir intern Hose und Weste zusammen den "Anzug für böse Jungs". Einfach gut angezogen.

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