Konsequent weitergedacht.

Er oder sie? Der Caban – so heißt er in Frankreich – wird überall auf der Welt als Mantel geführt und nicht als Jacke, obwohl er in der Länge mit dieser viel mehr Gemeinsamkeiten hat. Die Mantel- Attitüde hat er dank seines Stils, seines Stoffs und seiner Einsatzfähigkeit – er ist wohl die einzige Jacke, die auch zu anspruchsvollen Anlässen Zutritt findet. Seine Geschichte ist lang und hat ihre Wurzeln in der Marine – in den USA nennt man ihn Pea Coat (nicht von den Erbsen sondern vom niederländischen "Pij" abgeleitet, das für einen sehr robusten Stoff steht). Hierzulande heißt er Colani nach einem Kieler Schneider. Eigentlich muss man sagen "hieß er", denn Colani sagt niemand mehr. In der Mode ist der Caban eines der ganz wenigen Teile, die immer bleiben – mal mehr oder weniger Konjunktur haben, aber nie verschwinden und immer richtig sind. Das ist gut für alle, die statt morgendlicher Entscheidung (Mantel oder Jacke?) lieber nur ein perfektes Teil an der Garderobe
haben.

Jetzt wurde der Caban konsequent weiterentwickelt mit etwas weicherem Stoff, etwas kleineren Knöpfen, etwas kürzerer Form, aufgesetzten Taschen und leicht verkleinertem Kragen. So ist er dem unsterblichen Klassiker immer noch sehr verbunden, wirkt aber nicht so, als müsste man gleich die Hacken zusammenschlagen und salutieren. Einfach gut angezogen.

Nach oben
.