Amüsieren wie in den 1920ern.

    Bohème Sauvage – die Veranstaltungsreihe aus Berlin ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Verruchtheit und die Lust aufs Amüsement der feinen Gesellschaft. Eine Hommage an das wahre Nachtleben der Goldenen Zwanziger.

    "Es ist ein Spiel mit der Zeit, eine Reise in die Vergangenheit", beschreibt Mitorganisator Helmut Hellmund die Bohème Sauvage, die im März erneut im Kölner Wartesaal stattfindet. Während die Zeitreise für die Gäste nur eine (häufig sehr lange) Nacht dauert, lebt der Kostümverleiher daheim in Berlin "wie in einer Zeitkapsel" zwischen Antiquitäten von der Jahrhundertwende bis in die 1920er Jahre.

    1. Else Edelstahl. Foto: Heinrich von Schimmer. 2. Helmut Hellmund. Foto: Hendrik Schneller.

    Helmut berät Gäste in Stilfragen, hat bisher kaum eine Nacht der Bohème Sauvage verpasst und weiß, worauf es ankommt: "Auf einen glaubwürdigen Umgang mit der Mode der Zwanziger". Jeder dürfe in die Rolle schlüpfen, die ihm gefalle – "Bohemien oder Teil der bürgerlichen Mischpoke, faszinierende Halbweltsgestalt oder begabter Künstler, Hauptsache der Stil ist echt." Denn bei Bohème Sauvage wird die leichte Verderbtheit der wilden 1920er Jahre nicht inszeniert, sondern in Vollendung zelebriert, betont Gastgeberin Else Edelstahl im Gespräch mit Mey & Edlich.

    1. Julietta La Doll. Foto: Daggi Binder. 2. Poker. Foto: Heinrich von Schimmer.

    Über den Tresen im ehrwürdigen Kölner Wartesaal gehen in dieser Nacht Reichsmark. Aus dem Glas fließen Absinth und Schaumwein und das Programm ist pompös. Durch den Abend führt Salontenor Daniel Malheur, The Bourbon Street Stompers fluten live den Saal mit New Orleans Hot Jazz und Swing. Und Miss Julietta La Doll, ihres Zeichens burleske Schönheitstänzerin, bringt kokett ihr Publikum um den Verstand. Genussfreudige Paffer kommen im Zigarren- und Rauchsalon zu ihrem Vergnügen und im Casino können Sie 50 Millionen Reichsmark setzen (die erhalten Sie beim Eintritt).

    Foto: Frederic Schweizer.
    Foto: Frederic Schweizer.

    Beginn ist um 22:00 Uhr. Der Berliner Bohemien Helmut empfiehlt, schon bei der Eröffnung dabei zu sein, um den Einführungstanz mit Frl. Struck und Herrn Reith nicht zu verpassen – heute geht es übrigens um die Schritte des Swing, einen der neuesten Modetänze seinerzeit. Und auch für die Garderobe hat Helmut noch einen Tipp: "Eine frische Blume im Knopfloch wertet jede Kombination auf." Wir wünschen Ihnen ein ausschweifendes Vergnügen.


    BOHÈME SAUVAGE COLONIA N°24
    Wann: 16. März 2019.
    Beginn: 22:00 Uhr.
    Ort: Wartesaal am Dom, Johannisstraße 11, 50668 Köln.

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