Der Mantel als Mittel des Ausdrucks.

Dem Mantel kommt modisch in den nächsten Jahren eine größere Bedeutung zu. Die Zeiten des Nichtauffallens und damit der Vorherrschaft des schlichten blauen, schwarzen oder grauen Mantels (der signalisiert: "Ich trage nicht so oft einen Mantel und deshalb entscheide ich mich für ein weniger exponiertes Teil und kann ihn dann viele Jahre tragen") sind vorbei. Schließlich ist der Mantel das Kleidungsstück, das man trägt, wenn man vor allem Menschen begegnet, die man nicht kennt, die an einem vorbeirauschen, mit denen man – vielleicht noch – nicht gesprochen hat, die bisher keinen Blick auf die Visitenkarte geworfen haben. Dann ist es gut, einen Mantel zu tragen, der sich leicht einprägt und an den andere sich bei der nächsten Begegnung angenehm erinnern. Denn: Die Wahrscheinlichkeit, dass man vor einer Begegnung zuerst Ihren Wagen sieht, ist in den letzten Jahren gesunken. Kleidung als dezentes Persönlichkeitssymbol, vor allem aber als Wertschätzung des Gegenübers und des Anlasses, wird immer wichtiger. Ein karierter, modern geschnittener Mantel tut da gute Dienste und beschert im Vergleich zum Auto verschwindend geringe Kosten.

Im Casentino-Tal, das Sie vielleicht vom Wandern kennen, in der italienischen Provinz Arezzo, fanden wir einen Stoff, der sich ganz besonders für einen solchen Mantel eignet. Die ersten Casentino-Stoffe stammen aus der Hand von Mönchen: Baumwolle und Wolle, leicht geraut und dadurch besonders wärmend, dabei atmend und weich. Das gewebte Karo verwischt durch das Aufrauen optisch – es wirkt so noch moderner und ist sehr vielseitig zu kombinieren. Einfach gut angezogen.

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