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Das einzige seiner Art: Das Milani aka Schampus Büdchen.

Champagner und Kaviar oder Kaffee und Handwerker Brötchen. Reza Milani vereint in seinem kleinen charmanten Büdchen klassische Kioskkultur mit Meerbuscher Schickeria. Ein Besuch lohnt sich.

Reza, du kommst aus Persien und warst in England auf dem Internat. Wenn du deinen Eltern damals nach dem Unterricht gesagt hättest: „Ich mache mal ein Büdchen mit Schampus und Kaviar auf.“ Was hätten die wohl gesagt?

Die hätten sich kaputtgelacht, glaube ich. Ja, eine Zeit haben einen die Eltern ins Internat geschickt. Das war IN. Insbesondere England war sehr gefragt – mit Uniform, diszipliniert sein, Erfahrungen machen und so.

Aber mal ehrlich: Wie kommt man auf die Idee?

Ja, das ist sehr interessant. Ich habe ja zuvor einige Jahre in der Gastronomie hier in Düsseldorf gearbeitet, und wir hatten da diesen Stammkunden. Wir kamen ins Gespräch, und er erzählte, dass er irgendwas mit Autos mache, seine Frau ein Kosmetikstudio habe und und und. Und dass es eigentlich zu viel sei. Ich habe dann mal nachgefragt: „Was bedeutet ‚und und und‘?“, denn irgendwie weckte er mein Interesse. Irgendwann kam er dann auf dieses Büdchen. Daraufhin habe ich gesagt: „Hör mal, ich bin seit Jahren verliebt.“

Dann habe ich begonnen, zu recherchieren und zu analysieren. Wie wird der Laden geführt? Wer kauft wann was? Was ist die Geschäftsidee? Was kann man ändern, verbessern? Das war schwierig. Und noch schlimmer: Der Kerl wollte das Büdchen nicht abgeben. Aus welchem Grund auch immer. Auf jeden Fall bin ich drangeblieben. Ich habe richtig gekämpft. Man sagt ja, wenn man etwas erreichen möchte, muss man dranbleiben.

Hat immer ein offenes Ohr: Reza Milani.

Ich habe Freunde gehabt, die waren wirklich schlecht in der Schule – heute sind sie Ärzte oder Anwälte. Irgendwann hat es klick gemacht. Dabei ist es egal, was du machst. Hauptsache, du machst es mit Leidenschaft. Wäre es nicht schlimm, wenn du morgens aufstehen müsstest und gar keinen Bock auf deinen Job hättest? Für mich wäre es das Schlimmste. Ich habe ja früher in der Gastronomie gearbeitet – Musik, Leute, Planen, Stimmung. Aber Gastronomie ist nicht immer super und es gibt oft Stress. Aber wenn es dir Spaß macht, dann merkst du das nicht.

Apropos Spaß. Mit dem Blick auf die umliegenden Villenviertel: Macht Geld wirklich glücklich oder doch eher die gemischte Tüte?

Ich glaube, man ist nicht glücklicher. Schau dir mal die Menschen in ärmeren Ländern an. Sie sitzen gemeinsam am Boden, essen, singen, lachen. Die haben ganz andere Probleme und wirken doch oftmals glücklicher, als jemand Privilegiertes. Ich denke, Geld haben ist schön. Man braucht es, ja, aber es ist nicht alles.

Abschließend noch die eine Frage: Was ist das Erfolgsrezept für dein Büdchen?

Liebe.

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